BWP527: Fahrzeugkonstruktion (mit Praktikum)

Wahlpflichtmodule

BWP527: Fahrzeugkonstruktion (mit Praktikum)

Kurzporträt BWP527: Fahrzeugkonstruktion (mit Praktikum)
Worum geht es? In diesem Modul lernen Studierende Fahrzeugkonstruktion an praxisnahen Aufgaben rund um einen Formula-Student-Rennwagen kennen. Studierende beschäftigen sich mit Fahrwerk, Antrieb, konstruktiven Entscheidungen, CAD-gestützter Entwicklung und Methoden wie FMEA, Projektstrukturierung und PDM-Systemen. Ergänzend erhalten Studierende Einblicke in Budgetplanung, Beschaffung, Marketing, Sponsoring, Teamorganisation sowie die Vorbereitung von Wettbewerben und Veranstaltungen.
Wofür braucht man es? Diese Kompetenzen werden gebraucht, um technische Entwicklungsaufgaben in interdisziplinären Fahrzeugprojekten strukturiert zu bearbeiten. Die Kompetenzen helfen dabei, Konstruktion, Organisation, Kosten, Zeitplanung und Teamarbeit in realitätsnahen Entwicklungsprozessen zusammenzuführen.
Wieso ist es interessant? Fahrzeugentwicklung ist mehr als die Konstruktion einzelner Bauteile. Das Modul zeigt, wie technische Ideen, Projektarbeit und Wettbewerbsanforderungen in einem anspruchsvollen Teamprojekt zusammenkommen.
Modulverantwortung

Prof. Dr. Julia Kessler

Lehrperson(en)

Prof. Dr. Julia Kessler

Verwendbarkeit
  • Bachelor Elektrotechnik
  • Bachelor Maschinenbau
  • Bachelor Mechatronik und Robotik
Fächergruppe

Ingenieurwissenschaften

Modultyp
Wahlpflicht
Sprache

Deutsch

Angebot

jährlich

Dauer

1 Semester

Credits

5 ECTS

Benotung

Deutsche Notenskala 1-5

SWS

2 V | 1 Ü | 1 P | - S

Workload
Präsenzstudium: 45 Std. Selbststudium: 90 Std.
Engl. Titel

Vehicle Design

Empfohlene Voraussetzungen
  • BB003: Grundlagen CAD und Werkstoffe: technische Darstellung, einfache CAD-Modellierung, Werkstoffklassen und grundlegende Fertigungszusammenhänge.
  • BMB202: Engineering Design - Produktdesign: Produktmodellierung, Baugruppen, technische Zeichnungen und normgerechte technische Dokumentation.
  • BMB204: Engineering Design - Antriebstechnik: Maschinenelemente, Antriebsstränge, Lagerungen, Führungen, Getriebe und konstruktive Bewertung mechanischer Systeme.
Lernergebnisse / Kompetenzen
WAS

Die Studierenden können die im Modul erworbenen Kenntnisse gezielt in ingenieurwissenschaftlichen Kontexten anwenden, insbesondere in der konstruktiven Entwicklung von Fahrzeugkomponenten. Sie sind befähigt, konstruktive Entscheidungen mit Blick auf Fahrwerk, Antrieb, Motor sowie weitere Teilsysteme fachlich fundiert zu treffen und diese im Rahmen realitätsnaher Entwicklungsprozesse zu begründen. Darüber hinaus sind sie in der Lage, etablierte Methoden der Fahrzeugindustrie wie FMEA, Aufgaben- und Projektstrukturierung oder den Einsatz von PDM-Systemen sachgerecht einzusetzen und deren Nutzen für die Produktentwicklung zu beurteilen. Das Modul versetzt sie damit in die Lage, komplexe technische Zusammenhänge im Bereich der Fahrzeugkonstruktion zu analysieren, Entwicklungsaufgaben systematisch zu bearbeiten und sich kompetent in praxisorientierte Projektteams einzubringen.

WOMIT

Die Studierenden bearbeiten praxisnahe Aufgabenstellungen am Beispiel eines Formula-Student-Rennwagens und wenden dabei grundlegende Methoden der Fahrzeugkonstruktion an. Parallel erwerben sie Einblicke in begleitende, für Entwicklungsprojekte der Fahrzeugindustrie relevante nicht-technische Aufgabenfelder. Dazu zählen organisatorische Tätigkeiten wie Budgetplanung und einfache buchhalterische Aufgaben, Beschaffungs- und Einkaufsprozesse, Marketing- und Sponsoringaktivitäten sowie Grundlagen der Teamorganisation und -führung. Darüber hinaus lernen sie, Entwicklungs- und Projektfortschritte zu planen, zu koordinieren und im Rahmen von Veranstaltungen und Wettbewerben strukturiert vorzubereiten. Die technischen und organisatorischen Ergebnisse werden dokumentiert, vorgestellt und im Team reflektiert.

WOZU

Die Studierenden können die im Modul erworbenen technischen, organisatorischen und methodischen Kompetenzen in komplexen, interdisziplinären Entwicklungsprojekten anwenden. Sie sind in der Lage, konstruktive Aufgaben im Fahrzeugkontext sachgerecht zu bearbeiten und gleichzeitig begleitende Projektaufgaben wie Budgetierung, Beschaffung, Marketingaktivitäten und Teamorganisation einzuordnen und aktiv mitzugestalten. Darüber hinaus befähigt sie das Verständnis projektorientierter Arbeitsweisen, Entwicklungsprozesse strukturiert zu planen, Verantwortung innerhalb eines Teams zu übernehmen und technische sowie organisatorische Entscheidungen im Kontext von Zeit-, Kosten- und Wettbewerbsanforderungen zu treffen. Damit werden die Studierenden gezielt auf die Arbeitsweise in industriellen Entwicklungsprojekten und auf ingenieurwissenschaftliche Tätigkeiten mit interdisziplinärem Charakter vorbereitet.

Inhalte
  • Einführung in die Fahrzeugkonstruktion am Beispiel eines Formula-Student-Rennwagens
  • Konstruktive Auslegung ausgewählter fahrzeugtechnischer Teilsysteme (z. B. Fahrwerk, Antrieb)
  • Anwendung grundlegender Konstruktionsmethoden sowie CAD-gestützter Entwicklungswerkzeuge
  • Projektorientierte Entwicklungsarbeit im Team
  • Grundlagen des Projekt- und Qualitätsmanagements (z. B. Aufgabenverfolgung, FMEA)
  • Grundlagen der Budgetplanung, Beschaffung und Kostenkontrolle
  • Marketing-, Sponsoring- und Teamorganisationsaufgaben im Projektumfeld
  • Vorbereitung und Organisation von Wettbewerben und Veranstaltungen
Prüfungsvorleistung

aktive Praktikumsteilnahme

Prüfungsleistung

Studienarbeit (15-20 Seiten) + Präsentation (15 Minuten)

Literatur
  • Heißing, B.; Ersoy, M. (Hrsg.): Fahrzeugtechnik - Grundlagen. 7. Auflage, Springer Vieweg, 2017.
  • Naunheimer, H.; Bertsche, B.; Ryborz, J.; Novak, W.: Fahrzeuggetriebe - Grundlagen, Auswahl, Auslegung und Konstruktion. 3. Auflage, Springer Vieweg, 2019.
  • Pahl, G.; Beitz, W.; Feldhusen, J.; Grote, K.-H.: Konstruktionslehre - Grundlagen erfolgreicher Produktentwicklung. 8. Auflage, Springer Vieweg, 2013.
  • Formula Student Germany e. V. Formula Student Rules & Regulations