MMB115: Industrial Engineering

Kernmodule Maschinenbau

MMB115: Industrial Engineering

Kurzporträt MMB115: Industrial Engineering
Worum geht es? In diesem Modul analysieren und gestalten Sie soziotechnische Arbeitssysteme mit den Methoden des Industrial Engineerings: Zeitwirtschaft mit MTM und REFA, Qualitätsmanagement nach ISO 9001, Six-Sigma-Werkzeuge wie DMAIC und SPC sowie Ansätze der Arbeitswissenschaft und Ergonomie. Am Ende bewerten und optimieren Sie ein Gesamtsystem hinsichtlich Effizienz, Qualität und Arbeitsbedingungen.
Wofür braucht man es? Diese Kompetenzen werden gebraucht, um industrielle Produktions- und Dienstleistungssysteme ganzheitlich zu gestalten, die technisch effizient, qualitativ stabil und zugleich ergonomisch und sozial tragfähig sind. Sie verbinden technische Prozessoptimierung mit dem Blick auf die Menschen, die in diesen Systemen arbeiten.
Wieso ist es interessant? Effiziente Produktion ist nicht nur eine Frage der Technik, sondern auch der Arbeitsgestaltung und Qualitätssicherung. Wer verstehen möchte, wie Unternehmen mit MTM, Six Sigma und modernen Qualitätsmanagementsystemen gleichzeitig produktiver und menschengerechter werden, findet hier einen praxisnahen Zugang zu diesem Spannungsfeld.
Modulverantwortung

Prof. Dr. Holger Dander

Lehrperson(en)

Prof. Dr. Holger Dander

Verwendbarkeit
  • Master Maschinenbau
  • Master Mechatronik und Robotik
Fächergruppe

Ingenieurwissenschaften

Modultyp
Wahlpflicht
Sprache

Deutsch

Angebot

Wintersemester

Dauer

1 Semester

Credits

5 ECTS

Benotung

Deutsche Notenskala 1-5

SWS

2 V | 1 Ü | 1 P | - S

Workload
Präsenzstudium: 45 Std. Selbststudium: 90 Std.
Engl. Titel

Industrial Engineering

Empfohlene Voraussetzungen

Produktionsmanagement, Fertigungsverfahren, Robotik

Lernergebnisse / Kompetenzen
WAS

Die Studierenden können komplexe soziotechnische Arbeitssysteme analysieren, gestalten und hinsichtlich Qualität, Effizienz und Ergonomie mit Methoden des Industrial Engineerings strukturiert optimieren.

WOMIT

Die Studierenden erreichen dieses Lernergebnis, indem sie

  • soziotechnische Systeme modellieren (z. B. Aufgaben-, Struktur- und Prozessanalyse),
  • arbeitswissenschaftliche Methoden einsetzen (Belastung/Beanspruchung, ergonomische Bewertung, Arbeitsgestaltung),
  • Zeitaufnahmen und Ablaufanalysen mit MTM und REFA durchführen,
  • Qualitätsmanagementsysteme nach ISO 9001 interpretieren und anwenden,
  • Werkzeuge des Six Sigma (DMAIC, Statistik, Prozessfähigkeiten) einsetzen,
  • Instrumente zur Qualitätsplanung und -sicherung (FMEA, SPC) anwenden,
  • Inhalte des DGQ-QMjunior in Fallstudien umsetzen,
  • Gesamtsysteme bewerten und Optimierungsmaßnahmen begründen (Effizienz, Qualität, Arbeitsbedingungen).
WOZU

damit die Studierenden industrielle Produktions- und Dienstleistungssysteme ganzheitlich gestalten können, die sowohl technisch effizient als auch ergonomisch, qualitativ stabil und sozial tragfähig sind.

Inhalte
  • Einführung Industrial Engineering (IE)
  • Soziotechnische Systemgestaltung
  • Arbeitswissenschaftliche Grundlagen
  • Ergonomie in Produktionssystemen
  • Zeitwirtschaft: MTM
  • Zeitwirtschaft: REFA
  • Gestaltung wandlungsfähiger Arbeitssysteme
  • Qualitätsmanagementsysteme (QMS)
  • Statische Prozesskontrolle (SPC)
  • Sig Sigma: Grundlagen und DMAIC
  • Sig Sigma: Werkzeuge und Fallstudien
  • DGQ – Inhalte und Praxisanwendung
  • Aktueller Forschungsstand und Trends
  • Gestaltung eines soziotechnischen Systems
Prüfungsvorleistung

Keine

Prüfungsleistung

Schriftliche Ausarbeitung mit mündlicher Prüfung (30 Minuten); Umfang und Abgabemodalitäten der schriftlichen Ausarbeitung werden zu Beginn des Moduls bekanntgegeben.

Literatur
  • Holger Luczak; Walter Volpert (Hrsg.): Arbeitswissenschaft. Springer Vieweg, 2011.
  • Roger Schick; Michael Schick: Industrial Engineering: Methoden und Anwendungen. Hanser, 2014.
  • Mikel J. Harry; Richard Schroeder: Six Sigma: die Erfolgsstrategie für fehlerfreie Prozesse. Hanser, 2000.