Studiengangskonzept
Master Informatik
Der Masterstudiengang Informatik ist modular aufgebaut und führt fachliche Vertiefung, projektorientierte Anwendung, außerfachliche Perspektiven und wissenschaftlich fundierte Eigenarbeit zusammen. Die Kernmodule bilden den fachlichen Kern des Masterstudiums und sichern die fachliche Breite und Tiefe des Studiengangs. Sie werden als seminaristische Lehrveranstaltungen im Format 4SL angeboten und behandeln unter anderem effiziente Algorithmen, statistisches Lernen, sichere Anwendungssysteme, moderne KI-Systeme, sprachbasierte Systeme, Computer Vision, High Performance Computing, eingebettete Systeme, Assistenzsysteme, fortgeschrittenes Software Engineering, Deep Learning und Data Engineering. Durch ein leichtes Überangebot, beispielsweise die Wahl von zehn aus zwölf Kernmodulen, entsteht eine begrenzte Wahlmöglichkeit, ohne den gemeinsamen fachlichen Kern des Studiums aufzugeben.
Der Anwendungs- und Kontextbereich ergänzt die Informatikmodule um anerkannte oder besonders ausgewiesene Lehrangebote aus Anwendungsgebieten der Informatik sowie aus gesellschaftlichen, rechtlichen, ethischen, wirtschaftlichen oder organisatorischen Kontexten. Dadurch können Studierende externe, internationale oder wechselnde interne Angebote in ihr Studium einbringen und ihr fachliches Profil um anwendungs- und kontextbezogene Perspektiven erweitern.
Das Softwareentwicklungsprojekt ist als mehrstufiger projektorientierter Studienbereich angelegt. Die Studierenden arbeiten an langlebigen Softwareprodukten, erschließen bestehende Systeme, setzen anspruchsvolle Änderungen um und übernehmen zunehmend technische, organisatorische und wirtschaftliche Verantwortung. Dadurch werden fortgeschrittene Kompetenzen in professioneller Softwareentwicklung, Qualitätssicherung, Teamarbeit, Projektorganisation und Reflexion aufgebaut.
Im Forschungs- und Entwicklungsprojekt bearbeiten die Studierenden eine aktuelle anwendungsorientierte Forschungs- oder Entwicklungsfrage der Informatik. Sie recherchieren den Stand der Technik beziehungsweise Forschung, wählen geeignete Methoden aus, entwickeln oder evaluieren Lösungen und stellen Ergebnisse wissenschaftlich nachvollziehbar dar.
Den Abschluss bildet die Masterarbeit mit Kolloquium. In ihr bearbeiten die Studierenden eigenständig eine anspruchsvolle informatische Fragestellung und zeigen, dass sie fachliche, methodische und überfachliche Kompetenzen des Studiums in einer zusammenhängenden wissenschaftlichen oder wissenschaftlich fundierten anwendungsorientierten Arbeit integrieren können.