Studiengangsprofil

Bachelor Informatik

Informatik besitzt eine hohe strategische Bedeutung für Region, Gesellschaft und Wirtschaft. Digitale Technologien prägen nahezu alle Lebens- und Arbeitsbereiche und sind eine zentrale Voraussetzung für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftliche Teilhabe. Informatikerinnen und Informatiker entwickeln Software, digitale Systeme und datenbasierte Anwendungen, gestalten Prozesse effizienter und erschließen neue Geschäftsmodelle, Dienstleistungen und Anwendungsfelder. Damit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur digitalen Transformation von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen sowie zur Stärkung regionaler und überregionaler Wirtschaftsstrukturen.

Die rasante Entwicklung künstlicher Intelligenz verändert das Berufsbild der Informatik grundlegend. KI-gestützte Werkzeuge übernehmen zunehmend Aufgaben bei Codegenerierung, Dokumentation, Qualitätssicherung, Fehleranalyse und Softwarewartung. Dadurch verliert die manuelle Erstellung einzelner Programmteile relativ an Bedeutung, während die Fähigkeit wichtiger wird, komplexe Softwaresysteme zu entwerfen, Anforderungen präzise zu formulieren, KI-generierte Ergebnisse kritisch zu prüfen und technische Entscheidungen in größere fachliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge einzuordnen. Softwareentwicklung wird damit stärker zu einer integrierenden, steuernden und bewertenden Tätigkeit.

Der Bachelorstudiengang Informatik greift diesen Wandel auf, ohne bewährte Grundlagen aufzugeben. Algorithmen und Datenstrukturen, Programmierung, Software Engineering, Datenbanken, Rechnernetze, IT-Sicherheit, mathematische und theoretische Informatik bleiben unverzichtbare Bestandteile des Studiums. Sie werden jedoch durchgängig mit neuen Kompetenzanforderungen verknüpft: dem reflektierten Einsatz generativer KI, der Entwicklung und Integration KI-basierter Systeme, dem Umgang mit Daten und Modellen, der Bewertung automatisiert erzeugter Lösungen sowie Fragen der Sicherheit, Nachvollziehbarkeit, Qualität, Nachhaltigkeit und Verantwortung.

Zugleich kommt der Informatik eine Schlüsselrolle bei gesellschaftlichen und globalen Herausforderungen zu, etwa in Klimaschutz, Energieversorgung, Mobilität, Gesundheit, Bildung, Verwaltung und industrieller Transformation. Die zunehmende Vernetzung, Automatisierung und datenbasierte Entscheidungsfindung eröffnet große Gestaltungsmöglichkeiten, wirft aber auch Fragen nach Datenschutz, Cybersicherheit, Transparenz, Diskriminierung, Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung auf. Deshalb verbindet der Studiengang fachliche Tiefe mit systematischem und abstraktem Problemlösen, Kreativität, Urteilsfähigkeit, interdisziplinärem Denken sowie Kommunikations- und Teamfähigkeit.

Kurzporträt

  • Worum geht es? Informatik verbindet Programmierung, Software Engineering, Daten, Künstliche Intelligenz, mathematisch-formale Grundlagen, Systeme, Netze, IT-Sicherheit und projektorientierte Entwicklung. Studierende lernen, digitale Systeme zu analysieren, zu entwerfen, umzusetzen, zu bewerten und verantwortungsvoll weiterzuentwickeln.
  • Wofür braucht man es? Informatikkompetenzen werden benötigt, um robuste Software- und IT-Systeme zu entwickeln, Daten und KI-gestützte Werkzeuge produktiv einzusetzen, technische Risiken einzuschätzen und digitale Lösungen in Unternehmen, Verwaltung, Forschung und Gesellschaft wirksam zu gestalten.
  • Wieso ist es interessant? Informatik macht abstrakte Ideen praktisch wirksam. Sie verbindet kreatives Problemlösen mit präzisem Denken und eröffnet die Möglichkeit, digitale Werkzeuge, Anwendungen und Infrastrukturen aktiv mitzugestalten, statt sie nur zu nutzen.