BIN423: Security and Safety for Embedded Systems
Wahlpflicht-Module
BIN423: Security and Safety for Embedded Systems
Prof. Dr. Jens Brandt
- Prof. Dr. Jens Brandt
- Prof. Dr. Benedikt Janßen
Bachelor Informatik
Informatik
Deutsch und Englisch
Sommersemester
1 Semester
5 ECTS
Deutsche Notenskala 1-5
2 V | 2 Ü | - P | - S
Security and Safety for Embedded Systems
- BIN004: Einführung in die Programmierung: Programmiergrundlagen, Softwareentwicklung, Tests.
- BIN005: Systemsoftware: Betriebssysteme, Prozesse, Systemschnittstellen.
- BIN007: Datennetze: Protokolle, IP-Netze, Netzwerkdienste.
- BIN421: Hardwarenahe Systementwicklung: eingebettete Systeme, Schnittstellen, Sensorik/Aktorik.
WAS
Mit erfolgreichem Abschluss des Moduls sind die Studierenden in der Lage, für ein vernetztes eingebettetes System aus einer gegebenen Problemstellung einen normenorientierten Safety- und Security-Entwicklungsprozess zu gestalten, der Anforderungen, risikobasierte Entwurfsentscheidungen, Umsetzung und Nachweise nachvollziehbar miteinander verbindet.
WOMIT
Die Studierenden erreichen dieses Lernergebnis, indem sie
- Systemgrenzen, Nutzungskontexte, Betriebszustände und schützenswerte Werte bestimmen,
- Safety, Security und Zuverlässigkeit voneinander abgrenzen und in Beziehung setzen,
- normative und regulatorische Rahmenwerke hinsichtlich Lebenszyklus, Rollen, Arbeitsprodukten und Nachweisen untersuchen,
- Gefährdungen, Bedrohungen, Fehlerszenarien und Angriffsflächen analysieren und Risiken bewerten,
- Safety- und Security-Mechanismen vergleichen, auswählen und in eine Systemarchitektur integrieren,
- KI-agentenbasierte Entwicklungsumgebungen mit Kontextinformationen, Randbedingungen und Akzeptanzkriterien anleiten,
- Anforderungen, Risiken, Entwurfsentscheidungen, Implementierung und Prüfungen durch Traceability verknüpfen,
- Reviews, Tests sowie Fehler- und Angriffsinjektionen planen und auswerten.
WOZU
Die Studierenden nutzen diese Kompetenzen, um in beruflichen Entwicklungsprojekten belastbare und verantwortbare Architektur- und Sicherheitsentscheidungen für vernetzte eingebettete Systeme mit physischer Wirkung zu treffen.
- Grundlagen und Abgrenzung von Safety, funktionaler Sicherheit, Security, Zuverlässigkeit und Risiko
- Normen- und regulierungsorientierte Entwicklungsprozesse
- Safety- und Security-Anforderungen, Systemkontext, Betriebs- und Fehlerzustände
- Gefährdungs- und Risikoanalyse, Bedrohungsmodellierung und Angriffsflächenanalyse
- Safety-Mechanismen: Fehlererkennung, Plausibilitätsprüfung, Watchdogs, Redundanz und Fail-safe-Verhalten
- Security-Mechanismen: Isolation, Authentizität, Integrität, sichere Programmierung und geschützte Update-Pfade
- Kryptografische und hardwaregestützte Sicherheitsmechanismen ohne mathematische oder schaltungstechnische Vertiefung
- KI-agentenbasierte Entwicklungsabläufe, Review, Validierung, Reproduzierbarkeit und menschliche Verantwortung
- Verifikation, Validierung, Simulation, Fehler- und Angriffsinjektion
- Traceability, Konfigurations- und Änderungsmanagement sowie strukturierte Sicherheitsargumentation
Keine angegeben.
Studien- oder Projektarbeit. Das Prüfungskonzept ist als Studienarbeit mit Fachgespräch ausgestaltet.
- Nancy G. Leveson: Engineering a Safer World. MIT Press, 2011.
- Ross Anderson: Security Engineering. 3. Auflage, Wiley, 2020.
- Daniel J. Bernstein, Tanja Lange, Peter Schwabe: Post-Quantum Cryptography. Springer, 2009.
- ISO/IEC: ISO/IEC 27001: Information Security Management Systems. ISO, aktuelle Fassung.
- IEC: IEC 61508: Functional Safety of Electrical/Electronic/Programmable Electronic Safety-Related Systems. IEC, aktuelle Fassung.