BMB301: Werkstoffkunde (mit Praktikum)
Lernpfad Produktion
BMB301: Werkstoffkunde (mit Praktikum)
Prof. Dr. Julia Kessler
Prof. Dr. Julia Kessler
Bachelor Maschinenbau
Ingenieurwissenschaften
Deutsch
Sommersemester
1 Semester
5 ECTS
Deutsche Notenskala 1-5
2 V | 1 Ü | 1 P | - S
Materials science
Keine angegeben.
WAS
Die Studierenden können die grundlegenden Zusammenhänge zwischen Gefüge und Eigenschaften der wichtigsten technischen Werkstoffgruppen (Metalle, Polymere, Keramiken, Verbundwerkstoffe) erklären und für ingenieurtechnische Fragestellungen nutzen. Sie sind in der Lage, den Einfluss von Fertigungsverfahren (Urformen, Umformen, Trennen, Fügen, Beschichten) auf die resultierenden Werkstoffeigenschaften zu analysieren und daraus Konsequenzen für die werkstoffgerechte Bauteilgestaltung abzuleiten. Zudem können sie Werkstoffkennwerte, mechanisches Verhalten sowie Korrosions- und Schadensmechanismen interpretieren und diese Erkenntnisse gezielt für die Werkstoffauswahl in Produktionsanwendungen nutzen.
WOMIT
Die Studierenden lernen die grundlegenden Werkstoffklassen kennen und analysieren deren Struktur, Gefüge und Eigenschaften anhand typischer Kennwerte und Diagramme. Sie interpretieren mechanische, thermische und chemische Werkstoffkennwerte aus Datenblättern und Normen und setzen diese zur Beurteilung von Werkstoffen ein. Sie untersuchen den Einfluss wesentlicher Fertigungsverfahren auf die resultierenden Werkstoffeigenschaften und vergleichen unterschiedliche Verarbeitungswege hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Bauteilperformance. Darüber hinaus analysieren sie grundlegende Schadensmechanismen wie Korrosion, Ermüdung und Verschleiß und leiten daraus präventive Maßnahmen ab. Schließlich bewerten sie Werkstoffe im Kontext konkreter Produktionsanwendungen und begründen Werkstoffauswahlentscheidungen unter Berücksichtigung von Performance, Verarbeitbarkeit, Kosten und Nachhaltigkeit.
WOZU
Die Studierenden nutzen diese Kompetenzen, um in modernen Produktions- und Entwicklungsprozessen Werkstoffe fundiert auszuwählen, fertigungs- und werkstoffgerechte Bauteile auszulegen und Schädigungsrisiken frühzeitig zu beurteilen. Sie sind dadurch in der Lage, die Werkstoffperformance in konkreten Anwendungen zu sichern, fertigungsbedingte Eigenschaftsänderungen zu berücksichtigen und technische Entscheidungen hinsichtlich Qualität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit fundiert zu treffen.
- Werkstoffgefüge und Eigenschaften: grundlegende Gefügemerkmale und deren Einfluss auf mechanisches Verhalten
- Mechanisches Verhalten: Spannungs-Dehnungs-Verhalten, Festigkeits- und Verformungseigenschaften
- Fertigungseinflüsse: Auswirkungen zentraler Verfahren (Umformen, Gießen/Erstarren, Schweißen, Beschichten) auf Werkstoffeigenschaften
- Werkstoffschädigung: Grundlagen zu Korrosion, Ermüdung und Verschleiß
- Werkstoffkennwerte: Interpretation relevanter Kennwerte und Diagramme für die technische Auslegung
- Werkstoffauswahl: Kriterien für Produktionsanwendungen (Performance, Verarbeitbarkeit, Wirtschaftlichkeit)
aktive Praktikumsteilnahme
Klausur, 90 Minuten
- Bargel, H.-J.; Schulze, G. (Hrsg.): Werkstoffkunde. 12. Auflage, Springer Vieweg, 2018.
- Roos, E.; Maile, K.: Werkstoffkunde für Ingenieure. 6. Auflage, Springer Vieweg, 2017.
- Hornbogen, E.; Eggeler, G.; Werner, E.: Werkstoffe. 11. Auflage, Springer Vieweg, 2017.
- Callister, W. D.; Rethwisch, D. G.: Materials Science and Engineering: An Introduction. 10th edition, Wiley, 2018.
- Läpple, V.: Werkstofftechnik Maschinenbau. 6. Auflage, Europa-Lehrmittel, 2020.