Studiengangsprofil
Bachelor Digitale Forensik
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In Gesellschaft, staatlichen Organen und Unternehmen besteht ein wachsender Bedarf an Fachkräften aus den Bereichen IT-Sicherheit und Digitale Forensik. Straftaten, die mithilfe von Informationstechnik begangen werden oder sich gegen IT-Infrastrukturen, Daten, Organisationen oder Personen richten, erfordern Spezialistinnen und Spezialisten, die technische, methodische, rechtliche und kriminalistische Perspektiven verbinden können. Digitale Forensik ist dabei nicht nur eine technische Disziplin, sondern eine Schnittstelle zwischen Analyse, Beweissicherung, rechtlicher Bewertung und adressatengerechter Kommunikation.
Der Studiengang Digitale Forensik vermittelt ein anwendungsorientiertes Lernspektrum von den Grundlagen der Informatik, Netzwerk- und Computertechnik über Cybersicherheit und Kriminalistik bis zu spezifischen Methoden und Werkzeugen zur Gewinnung, Sicherung, Analyse, Dokumentation und Präsentation digitaler Beweise. Die Studierenden lernen, digitale Artefakte in unterschiedlichen technischen Umgebungen zu erkennen, ihre Aussagekraft kritisch zu bewerten und sie in einen nachvollziehbaren Gesamtzusammenhang einzuordnen. Ziel ist es, digitale Spuren fachgerecht zu untersuchen, Erkenntnisse für die Aufklärung von Straftaten nutzbar zu machen und zugleich einen Beitrag zur Vorbeugung und Abwehr zukünftiger Cyberangriffe zu leisten.
Das Profil des Studiengangs verbindet technische Grundlagen mit forensischer Fallarbeit. Dazu gehören der sichere Umgang mit Betriebssystemen, Netzwerken, Datenbanken, kryptografischen Verfahren und spezialisierten Analysewerkzeugen ebenso wie Kenntnisse über Tatortarbeit, Täterkommunikation, OSINT, Incident Response und rechtliche Rahmenbedingungen. Die Ausbildung ist praxisorientiert angelegt: Methoden und Technologien werden nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang forensischer Prozesse angewendet, dokumentiert und reflektiert. Absolventinnen und Absolventen sollen dadurch in der Lage sein, technische Befunde belastbar aufzubereiten, Grenzen forensischer Untersuchungen einzuschätzen und Ergebnisse gegenüber fachlichen wie nichtfachlichen Adressaten verständlich zu vertreten.
Kurzporträt
- Worum geht es? Digitale Forensik verbindet Informatik, IT-Sicherheit, Betriebssysteme, Netzwerke, Kryptografie, Kriminalistik und Recht. Typische Themen sind digitale Spuren, forensische Werkzeuge, Incident Response, OSINT, Netzwerk- und Betriebssystemforensik, Malware-Analyse, Speichermedienforensik und rechtliche Rahmenbedingungen digitaler Ermittlungen.
- Wofür braucht man es? Das Profil bereitet auf Tätigkeiten in Cyberabwehr, Ermittlungsunterstützung, IT-Sicherheitsanalyse, forensischer Untersuchung, Dokumentation und Präsentation digitaler Beweise vor.
- Wieso ist es interessant? Digitale Forensik verbindet technische Analyse mit kriminalistischem Denken und rechtlicher Einordnung. Dadurch wird aus digitalen Spuren ein belastbares, nachvollziehbares Bild von Sicherheitsvorfällen oder Straftaten.