BDF203: Einführung in die Kriminalistik

Lernpfad Kriminalistik

BDF203: Einführung in die Kriminalistik

Kurzporträt BDF203: Einführung in die Kriminalistik
Worum geht es? Dieses Modul behandelt Einführung in die Kriminalistik im Kontext der Digitalen Forensik. Im Mittelpunkt stehen insbesondere Einordnung der Fächer Kriminalistik, Kriminaltechnik und Kriminologie in den Bereich der Kriminalwissenschaften, Differenzierung der Fächer untereinander und Aufzeigen der Querbezüge zu den übrigen Studienfächern; Aufbau und Organisation der Kriminalitätsbekämpfung; Verhältnis zwischen Staatsanwaltschaft und Polizei sowie die Bedeutung für die Zusammenarbeit im Ermittlungsverfahren.
Wofür braucht man es? Kriminalistisches Grundverständnis hilft, technische Spuren in Ermittlungslogik, Beweiswert und Tatortarbeit einzuordnen und Ergebnisse adressatengerecht aufzubereiten.
Wieso ist es interessant? Das Modul verbindet fachliche Grundlagen mit anwendungsnahen Fragestellungen und zeigt, wie die behandelten Konzepte in realen digitalen Untersuchungs- und Sicherheitskontexten wirksam werden.
Modulverantwortung

Prof. Dr. Nils Kopal

Lehrperson(en)

Dr. Sinan Eroglu

Verwendbarkeit

Bachelor Digitale Forensik

Fächergruppe

Informatik

Modultyp
Pflicht
Sprache

Deutsch

Angebot

Sommersemester

Dauer

1 Semester

Credits

5 ECTS

Benotung

Deutsche Notenskala 1-5

SWS

2 V | 2 Ü | - P | - S

Workload
Präsenzstudium: 45 Std. Selbststudium: 90 Std.
Engl. Titel

Introduction to Criminalistics

Empfohlene Voraussetzungen

Keine angegeben.

Lernergebnisse / Kompetenzen
WAS

Die Studierenden können kriminalistische Grundbegriffe, Vorgehensweisen und Denkmodelle beschreiben und auf digitale Ermittlungs- und Spurenlagen beziehen.

WOMIT

Die Studierenden erreichen dieses Lernergebnis, indem sie insbesondere folgende im PDF genannten Kompetenzen aufbauen:

  • die Kriminalwissenschaften innerhalb der Studienfächer einzuordnen
  • Aufbau und Organisation der Kriminalitätsbekämpfung zu erläutern und Bezüge zwischen kriminalistischer Beweisführung im Ermittlungsverfahren und gerichtlicher Beweisführung herzustellen
  • die kriminalistische Verdachtslehre auf Sachverhalte anzuwenden
  • die Organisation der Kriminaltechnik zu erläutern
  • die Zuständigkeiten für die polizeiliche Spurensuche, Spurensicherung und Spurenauswertung auf die jeweiligen Stadien der polizeilichen Ermittlungsarbeit zu erläutern
  • kriminalistisch relevante Spuren nach der Grundeinteilung jeweils systematisch zuzuordnen
  • die Möglichkeiten und Grenzen einer ersten Spurensuche an Tatorten zu bewerten
  • Spuren hinsichtlich Relevanz, Beweiskraft und Beweiswert zu interpretieren, zu klassifizieren und auf Sachverhalte zu übertragen
WOZU

Damit sie in späteren Modulen, Projekten und beruflichen Aufgaben der Digitalen Forensik fachliche Entscheidungen begründet treffen, digitale Sachverhalte systematisch untersuchen und Ergebnisse nachvollziehbar kommunizieren können.

Inhalte
  • Einordnung der Fächer Kriminalistik, Kriminaltechnik und Kriminologie in den Bereich der Kriminalwissenschaften, Differenzierung der Fächer untereinander und Aufzeigen der Querbezüge zu den übrigen Studienfächern
  • Aufbau und Organisation der Kriminalitätsbekämpfung sowie Zusammenarbeit zwischen Staatsanwaltschaft und Polizei im Ermittlungsverfahren
  • fachliche Entwicklung, Anforderungen und formelle Beweismittel der Beweisführung im Ermittlungsverfahren und vor Gericht
  • Verdachtsfindung und Verdachtsqualifizierung im Ermittlungsverfahren
  • Kriminalwissenschaftliche Analysemethoden und kriminalistische Fallanalyse zur Aufklärung von Einzeldelikten und Tatserien
  • polizeiliche Zuständigkeiten, kriminaltechnische Grundeinteilung und Grundtechniken zur Suche, Sicherung und Auswertung von Spuren
  • Relevanz, Beweiskraft und Beweiswert gefundener oder möglicher Spuren für die weitere Beweisführung
  • kriminalistischer und juristischer Tatort, weitere relevante Ereignisorte und Aussage als Zeuge vor Gericht
Prüfungsvorleistung

Keine

Prüfungsleistung

Testat

Literatur
  • Rolf Ackermann, Horst Clages und Holger Roll: Handbuch der Kriminalistik, Boorberg, Stuttgart, 2019
  • Robert Weihmann: Kriminalistik: Ein Grundriss für Studium und Praxis, Boorberg, Stuttgart, 2022
  • Hans-Dieter Schwind: Kriminologie und Kriminalpolitik, Kriminalistik Verlag, Heidelberg, 2021
  • Jochen Neuhaus und Artur R. Müller: Kriminalistische Fallanalyse, C.F. Müller, Heidelberg, 2020