BDF102: Ethische und Menschliche Aspekte der Informationssicherheit

Lernpfad IT-Sicherheit

BDF102: Ethische und Menschliche Aspekte der Informationssicherheit

Kurzporträt BDF102: Ethische und Menschliche Aspekte der Informationssicherheit
Worum geht es? Dieses Modul behandelt Ethische und Menschliche Aspekte der Informationssicherheit im Kontext der Digitalen Forensik. Im Mittelpunkt stehen insbesondere Einführung in die Ethik; Ethiktheorien (Kant, Utilitarismus, Rawls ”Theory of Justice”); Bedeutung von Information im ”Informationszeitalter”, Umgang mit sensiblen Daten.
Wofür braucht man es? Ethische Reflexion ist notwendig, um technische Möglichkeiten verantwortungsvoll einzusetzen und Sicherheitsentscheidungen gegenüber Betroffenen, Organisationen und Ermittlungsstellen begründen zu können.
Wieso ist es interessant? Das Modul verbindet fachliche Grundlagen mit anwendungsnahen Fragestellungen und zeigt, wie die behandelten Konzepte in realen digitalen Untersuchungs- und Sicherheitskontexten wirksam werden.
Modulverantwortung

Prof. Dr. Jürgen Quade

Lehrperson(en)

Prof. Dr. Jürgen Quade

Verwendbarkeit

Bachelor Digitale Forensik

Fächergruppe

Informatik

Modultyp
Pflicht
Sprache

Deutsch

Angebot

Wintersemester

Dauer

1 Semester

Credits

5 ECTS

Benotung

Deutsche Notenskala 1-5

SWS

2 V | - Ü | - P | 2 SL

Workload
Präsenzstudium: 45 Std. Selbststudium: 90 Std.
Engl. Titel

Ethical and Human Aspects of Information Security

Empfohlene Voraussetzungen

Keine angegeben.

Lernergebnisse / Kompetenzen
WAS

Die Studierenden können zentrale Konzepte und Methoden des Moduls Ethische und Menschliche Aspekte der Informationssicherheit fachlich einordnen, anwenden und auf Aufgaben der Digitalen Forensik übertragen.

WOMIT

Die Studierenden erreichen dieses Lernergebnis, indem sie insbesondere folgende im PDF genannten Kompetenzen aufbauen:

  • verschiedene ethische Theorien, deren Vor- und Nachteile und Kritikpunkte zu beschreiben (Utilitarismus, Deontologie (Kant), Verantwortungsethik (Jonas))
  • ethische Fragen zu identifizieren und zu formulieren
  • ethische Probleme zu analysieren und zu bewerten
  • durch Abwägung der Optionen und Berücksichtigung der Auswirkungen auf verschiedene Interessengruppen ethische Entscheidungen zu treffen
  • ethische Entscheidungen begründet zu kommunizieren
  • gesellschaftliche Problemfelder der Informationssicherheit zu benennen und im Lichte unterschiedlicher Interessen zu diskutieren
  • Risiken automatisierter Entscheidungen zu erkennen
  • eigenverantwortlich zu handeln
WOZU

Damit sie in späteren Modulen, Projekten und beruflichen Aufgaben der Digitalen Forensik fachliche Entscheidungen begründet treffen, digitale Sachverhalte systematisch untersuchen und Ergebnisse nachvollziehbar kommunizieren können.

Inhalte
  • Einführung in die Ethik
  • Ethiktheorien (Kant, Utilitarismus, Rawls ”Theory of Justice”)
  • Bedeutung von Information im ”Informationszeitalter”, Umgang mit sensiblen Daten
  • Systemtheorie: Funktion von Ethik zur Verschleierung von Interessen
  • automatisierte Entscheidungen: Objektivität und systematische Benachteiligung
  • Persönlichkeitsrechte und Privatsphäre
  • gesellschaftliche und psychologische Aspekte der Informationssicherheit
  • ethische Dilemmata, moralische Entscheidungen und Fragen in der Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden oder Unternehmen
Prüfungsvorleistung

Keine

Prüfungsleistung

Mündliche Prüfung (30 - 45 Minuten)

Literatur
  • Michael J. Quinn: Ethics for the Information Age, Pearson, Boston, 2020
  • Herman T. Tavani: Ethics and Technology: Controversies, Questions, and Strategies for Ethical Computing, Wiley, Hoboken, 2016
  • Richard A. Spinello: Cyberethics: Morality and Law in Cyberspace, Jones & Bartlett Learning, Burlington, 2020
  • Sarah Spiekermann: Ethical IT Innovation: A Value-based System Design Approach, CRC Press, Boca Raton, 2015