BDF404: Angewandte Kryptografie
Lernpfad IT-Sicherheit
BDF404: Angewandte Kryptografie
Modulverantwortung
Prof. Dr. Nils Kopal
Lehrperson(en)
Prof. Dr. Nils Kopal
Verwendbarkeit
Bachelor Digitale Forensik
Fächergruppe
Informatik
Modultyp
Pflicht
Sprache
Deutsch
Angebot
Sommersemester
Dauer
1 Semester
Credits
5 ECTS
Benotung
Deutsche Notenskala 1-5
SWS
2 V | 2 Ü | - P | - S
Workload
Präsenzstudium: 45 Std. Selbststudium: 90 Std.
Engl. Titel
Applied Cryptography
Empfohlene Voraussetzungen
- BDF101: Informatik-Grundlagen der Forensik: Zahlensysteme, Bitoperationen, Datenrepräsentation und algorithmische Grundlagen.
- BDF103: Programmierung: grundlegende Programmierkonzepte zur praktischen Umsetzung kryptografischer Verfahren.
- BDF104: Einführung in die Digitale Forensik: forensische Fragestellungen und rechtlich-ethischer Kontext digitaler Beweise.
- BDF205: IT-Sicherheit: Kryptografiegrundlagen, Authentifizierung, digitale Signaturen und Sicherheitsziele.
Lernergebnisse / Kompetenzen
WAS
Die Studierenden können kryptografische Verfahren anwendungsbezogen erklären, einsetzen und hinsichtlich ihrer forensischen und sicherheitstechnischen Bedeutung bewerten.
WOMIT
Die Studierenden erreichen dieses Lernergebnis, indem sie insbesondere folgende im PDF genannten Kompetenzen aufbauen:
- verschiedene Verschlüsselungsverfahren zu identifizieren
- bekannte Schwächen zur Entschlüsselung zu nutzen
- die Kryptoanalyseverfahren zur Entschlüsselung von bekannten Verfahren zu abstrahieren und auf neue Verfahren anzuwenden
- ausgewählte mathematischen Grundlagen moderner Kryptografie auf einfachen Beispielen anzuwenden
- die Funktionsweise moderner Verschlüsselung mittels DES / AES zu erläutern und die Algorithmen von historischen Verfahren hinsichtlich ihrer Sicherheit abgrenzen
- neben den technischen Grundlagen der modernen Kryptografie die sozialen und gesellschaftlichen Fragestellungen, die aus dem Einsatz von Verschlüsselungsverfahren resultieren, zu kennen
- auf affektiver Ebene sich eine eigene Meinung zu diesen Fragestellungen zu bilden und diese zu begründen
WOZU
Damit sie in späteren Modulen, Projekten und beruflichen Aufgaben der Digitalen Forensik fachliche Entscheidungen begründet treffen, digitale Sachverhalte systematisch untersuchen und Ergebnisse nachvollziehbar kommunizieren können.
Inhalte
- Geschichtliche Entwicklung der Kryptografie
- Mathematische Grundlagen der Kryptografie
- Signaturen, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in der Kommunikation
- Blockchains, Distributed Ledgers und Kryptowährungen
- Nachweis perfekter Sicherheit und Postquanten-Kryptografie
- Methoden zum Brechen von Kryptografie (Krypto-Analyse, Häufigkeitsanalyse, Brute-Force)
- Einführung in Werkzeuge (z.B. John the Ripper, Hashcat, Medusa, Aircrack)
- Ethische und rechtliche Aspekte (Privatsphäre versus Sicherheitsinteressen)
Prüfungsvorleistung
Keine
Prüfungsleistung
Klausur, 90 Minuten
Literatur
- Christof Paar und Jan Pelzl: Understanding Cryptography, Springer, Berlin, 2010, https://doi.org/10.1007/978-3-642-04101-3
- Jonathan Katz und Yehuda Lindell: Introduction to Modern Cryptography, CRC Press, Boca Raton, 2021
- Niels Ferguson, Bruce Schneier und Tadayoshi Kohno: Cryptography Engineering, Wiley, Indianapolis, 2010
- Alfred J. Menezes, Paul C. van Oorschot und Scott A. Vanstone: Handbook of Applied Cryptography, CRC Press, Boca Raton, 1996, https://cacr.uwaterloo.ca/hac/