BDF303: Der Digitale Tatort und Täterkommunikation
Lernpfad Kriminalistik
BDF303: Der Digitale Tatort und Täterkommunikation
Prof. Dr. Nils Kopal
- Dr. Thomas Jansen
- Dr. Philip Schütz
- Jens Berger
- Karsten Brodkorb
Bachelor Digitale Forensik
Informatik
Deutsch
Wintersemester
1 Semester
5 ECTS
Deutsche Notenskala 1-5
2 V | 2 Ü | - P | - S
The Digital Crime Scene and Perpetrator Communication
- BDF104: Einführung in die Digitale Forensik: forensisch saubere Arbeitsweise, Sicherung digitaler Beweise und Untersuchungsprozess.
- BDF105: Rechtliche Grundlagen der Cyberkriminalistik: straf-, strafprozess- und datenschutzrechtliche Grundlagen digitaler Ermittlungen.
- BDF203: Einführung in die Kriminalistik: Tatortbegriff, Spurensuche, Spurensicherung, Beweiskraft und Beweiswert.
WAS
Die Studierenden können digitale Tatorte und Täterkommunikation kriminalistisch einordnen sowie digitale Spuren sichern, interpretieren und dokumentieren.
WOMIT
Die Studierenden erreichen dieses Lernergebnis, indem sie insbesondere folgende im PDF genannten Kompetenzen aufbauen:
- den Begriff Tatort rechtlich sowie kriminalistisch einzuordnen und auf cyberkriminalistische Sachverhalte anzuwenden
- potentielle Spurenträger am Tatort zu identifizieren und situationsangepasste und integritätswahrende Sicherungsmethoden zu bestimmen und anzuwenden
- gesicherte Daten mit forensischen Werkzeugen auszuwerten und zu interpretieren
- unterschiedliche Kommunikationsformen von Cyberkriminellen und die ihnen zugrunde liegenden technischen Hintergründe erläutern zu können
- Anonymisierungstechniken erläutern und anwenden zu können sowie Möglichkeiten der Deanonymisierung aufzuzeigen
WOZU
Damit sie in späteren Modulen, Projekten und beruflichen Aufgaben der Digitalen Forensik fachliche Entscheidungen begründet treffen, digitale Sachverhalte systematisch untersuchen und Ergebnisse nachvollziehbar kommunizieren können.
- Rechtliche und kriminalistische Grundlagen zum Tatortbegriff
- Akteure und Verhalten am Tatort
- Zuständigkeiten für die Suche, Sicherung und Auswertung von digitalen Spuren
- Forensische Live-Sicherung von digitalen Spuren in unterschiedlichen IT-Systemen
- Zielgerichtete Suche und Interpretation von Spuren in IT-Systemen
- Aufbereitung von forensischen Datensicherungen
- Beweiswert, Beweiskraft und Dokumentation von (digitalen) Spuren am Tatort
- Täterseitige Kommunikationsmittel sowie Anonymisierungs- und Deanonymisierungstechniken
Keine
Mündliche Prüfung (30 - 45 Minuten)
- Eoghan Casey: Digital Evidence and Computer Crime, Academic Press, Waltham, 2011
- Alexander Geschonneck: Computer-Forensik: Computerstraftaten erkennen, ermitteln, aufklären, dpunkt.verlag, Heidelberg, 2014
- Brian Carrier: File System Forensic Analysis, Addison-Wesley, Boston, 2005
- Angus M. Marshall: Digital Forensics: Digital Evidence in Criminal Investigation, Wiley, Chichester, 2008