Module Bachelor Digitale Forensik

PO2023

Dieser Studiengang umfasst 33 Module. Sie sind nach Bereichen gegliedert; die Reihenfolge folgt dem Studienverlauf.

Allgemeine Grundlagen

Der Modulbereich Allgemeine Grundlagen befähigt die Studierenden, zentrale informatische, programmiertechnische und analytische Grundlagen der Digitalen Forensik zu verstehen und auf erste sicherheits- und forensikbezogene Aufgaben anzuwenden. Dabei entwickeln sie ein tragfähiges Fundament für den Umgang mit digitalen Systemen, offenen Informationsquellen, Sicherheitsvorfällen und strukturierten Problemlösungen.

Zusammenfassung der Lernziele / Kompetenzen

  • WAS: Die Studierenden können grundlegende Konzepte der Informatik, Programmierung, Open Source Intelligence und des Security Incident Managements beschreiben, einfache digitale Problemstellungen modellieren, technische Informationen auswerten und erste Handlungsansätze für sicherheitsrelevante Situationen ableiten.

  • WOMIT: Die Studierenden erreichen dieses Lernergebnis, indem sie im Modulbereich

    • Grundlagen von Rechnern, Datenrepräsentation, Algorithmen und informatischen Arbeitsweisen erarbeiten,
    • Programme und einfache Softwarelösungen mit geeigneten Werkzeugen entwickeln, testen und nachvollziehbar strukturieren,
    • öffentlich verfügbare Quellen systematisch recherchieren, bewerten und für sicherheitsbezogene Fragestellungen nutzen,
    • Sicherheitsvorfälle einordnen, Incident-Response-Prozesse kennenlernen und organisatorische sowie technische Maßnahmen ableiten,
    • fachliche Ergebnisse dokumentieren und begründet kommunizieren.
  • WOZU: Damit sie in den folgenden Modulen digitale Systeme, Daten, Programme, Informationsquellen und Sicherheitsereignisse fachlich fundiert einordnen können. Der Modulbereich schafft die Grundlage für vertiefende Lernpfade zu Betriebssystemen, Netzwerken, IT-Sicherheit, Kriminalistik und Forensik.

Kurzporträt Allgemeine Grundlagen
Worum geht es? Der Modulbereich Allgemeine Grundlagen führt in die informatischen und methodischen Grundlagen ein, die für Digitale Forensik benötigt werden. Die Studierenden lernen, wie digitale Systeme arbeiten, wie Programme entstehen, wie offene Quellen ausgewertet werden und wie Sicherheitsvorfälle strukturiert betrachtet werden können.
Wofür braucht man es? Diese Kompetenzen werden benötigt, um spätere forensische Aufgaben technisch nachvollziehen, digitale Spuren verstehen und einfache Analyse- oder Automatisierungsschritte selbst umsetzen zu können. Sie bilden die Basis für weiterführende Module in Forensik, Betriebssystemen, Netzwerken und IT-Sicherheit.
Wieso ist es interessant? Der Bereich zeigt, wie aus technischen Grundlagen konkrete forensische Handlungsfähigkeit entsteht. Wer digitale Spuren untersuchen will, muss verstehen, wie Informationen gespeichert, verarbeitet, recherchiert und in sicherheitsrelevanten Kontexten bewertet werden.

Lernpfad IT-Sicherheit

Der Modulbereich IT-Sicherheit befähigt die Studierenden, technische, ethische und kryptografische Grundlagen sicherer Informationsverarbeitung zu verstehen und auf web-, browser- und sicherheitsbezogene Fragestellungen anzuwenden. Dabei verbinden sie Schutzmaßnahmen, Angriffsmodelle, rechtliche und ethische Reflexion sowie praktische Sicherheitsanalysen.

Zusammenfassung der Lernziele / Kompetenzen

  • WAS: Die Studierenden können Sicherheitsrisiken digitaler Systeme erkennen, zentrale Schutzmechanismen erklären, ethische Fragestellungen der Informationssicherheit einordnen und ausgewählte Sicherheitsmechanismen in Web-, Browser- und Kryptografie-Kontexten anwenden und bewerten.

  • WOMIT: Die Studierenden erreichen dieses Lernergebnis, indem sie im Modulbereich

    • ethische und menschliche Aspekte der Informationssicherheit analysieren und diskutieren,
    • grundlegende Bedrohungen, Schutzziele und Sicherheitsmaßnahmen der IT-Sicherheit erarbeiten,
    • Web- und Browsermechanismen hinsichtlich typischer Angriffe und Schutzkonzepte untersuchen,
    • kryptografische Verfahren anwendungsbezogen einsetzen und ihre Grenzen reflektieren,
    • technische und nichttechnische Sicherheitsentscheidungen nachvollziehbar begründen.
  • WOZU: Damit sie forensische Analysen und sicherheitsbezogene Entscheidungen nicht nur technisch, sondern auch ethisch, rechtlich und organisatorisch angemessen einordnen können. Der Modulbereich liefert Grundlagen für Incident Response, Netzwerkforensik, Malware-Analyse, Kryptografieanwendungen und den Umgang mit sensiblen digitalen Spuren.

Kurzporträt Lernpfad IT-Sicherheit
Worum geht es? Der Modulbereich IT-Sicherheit behandelt, wie digitale Systeme geschützt, angegriffen und verantwortungsvoll betrieben werden. Dazu gehören ethische Fragen, Sicherheitsgrundlagen, Web- und Browsersicherheit sowie angewandte Kryptografie.
Wofür braucht man es? Die Kompetenzen werden benötigt, um Risiken einzuschätzen, Schutzmaßnahmen zu verstehen und forensische Befunde im Kontext realer Sicherheitsvorfälle zu bewerten. Sie helfen dabei, technische Analyse mit verantwortlichem Handeln zu verbinden.
Wieso ist es interessant? IT-Sicherheit ist die andere Seite digitaler Forensik: Wer Angriffe rekonstruieren will, muss auch verstehen, welche Schutzmechanismen existieren, wie sie versagen können und welche ethischen Fragen daraus entstehen.

Lernpfad Betriebssysteme

Der Lernpfad Betriebssysteme befähigt die Studierenden, Betriebssysteme von der Anwendung über technische Grundlagen bis zur forensischen Untersuchung systematisch zu verstehen. Dabei entwickeln sie Kompetenzen im Umgang mit Betriebssystemdiensten, Systemarchitekturen, Artefakten, Protokollen und Analysewerkzeugen.

Zusammenfassung der Lernziele / Kompetenzen

  • WAS: Die Studierenden können Betriebssysteme bedienen, zentrale technische Konzepte erklären und betriebssystembezogene Spuren forensisch erfassen, analysieren, interpretieren und dokumentieren.

  • WOMIT: Die Studierenden erreichen dieses Lernergebnis, indem sie im Lernpfad

    • Betriebssysteme aus Anwendersicht nutzen und administrative Grundaufgaben durchführen,
    • Prozesse, Speicher, Dateisysteme, Benutzer- und Rechtemodelle sowie Systemdienste untersuchen,
    • technische Betriebssystemmechanismen hinsichtlich Funktion und Sicherheitsrelevanz analysieren,
    • forensisch relevante Artefakte in Betriebssystemen identifizieren und sichern,
    • geeignete Werkzeuge zur Betriebssystemforensik einsetzen und Ergebnisse nachvollziehbar dokumentieren.
  • WOZU: Damit sie digitale Spuren auf Endgeräten und Servern fachgerecht verstehen und auswerten können. Der Lernpfad bildet eine wichtige Grundlage für Malware-Analyse, Speichermedienforensik, Embedded-Systems-Forensik und die Entwicklung forensischer Werkzeuge.

Kurzporträt Lernpfad Betriebssysteme
Worum geht es? Der Lernpfad Betriebssysteme zeigt, wie Betriebssysteme genutzt, technisch verstanden und forensisch untersucht werden. Die Studierenden arbeiten sich von der Anwendung über interne Mechanismen bis zur Analyse konkreter Systemspuren vor.
Wofür braucht man es? Betriebssysteme sind zentrale Quellen digitaler Spuren. Wer Benutzerhandlungen, Prozesse, Dateien, Protokolle oder Systemzustände rekonstruieren will, benötigt ein fundiertes Verständnis ihrer technischen Grundlagen.
Wieso ist es interessant? Betriebssysteme verbinden sichtbare Nutzung mit vielen unsichtbaren technischen Abläufen. Der Lernpfad macht nachvollziehbar, wie aus diesen Abläufen forensisch verwertbare Hinweise entstehen.

Lernpfad Netzwerke

Der Lernpfad Netzwerke befähigt die Studierenden, Rechnernetze technisch zu verstehen, sicherheitsrelevante Kommunikationsprozesse zu beurteilen und Netzwerkdaten forensisch auszuwerten. Dabei entwickeln sie Kompetenzen im Analysieren von Protokollen, Angriffsszenarien, Netzwerksicherheitsmechanismen und Netzwerkspuren.

Zusammenfassung der Lernziele / Kompetenzen

  • WAS: Die Studierenden können Aufbau und Funktion von Rechnernetzen erklären, Netzwerksicherheitsmechanismen einordnen und Netzwerkkommunikation forensisch erfassen, analysieren, interpretieren und dokumentieren.

  • WOMIT: Die Studierenden erreichen dieses Lernergebnis, indem sie im Lernpfad

    • Netzwerkarchitekturen, Protokolle und Kommunikationsmodelle erarbeiten,
    • typische Netzwerkdienste, Routing, Adressierung und Paketverarbeitung analysieren,
    • Bedrohungen und Schutzmaßnahmen in Rechnernetzen untersuchen,
    • Netzwerkverkehr mitschneiden, filtern und mit geeigneten Werkzeugen auswerten,
    • sicherheitsrelevante Kommunikationsmuster erkennen und forensische Ergebnisse nachvollziehbar darstellen.
  • WOZU: Damit sie Angriffe, Datenabflüsse, Kommunikationsbeziehungen und technische Abläufe in vernetzten Systemen rekonstruieren können. Der Lernpfad unterstützt insbesondere Netzwerkforensik, Incident Response, IoT-Security und Untersuchungen verteilter digitaler Infrastrukturen.

Kurzporträt Lernpfad Netzwerke
Worum geht es? Der Lernpfad Netzwerke behandelt, wie digitale Systeme miteinander kommunizieren und wie diese Kommunikation abgesichert, beobachtet und forensisch ausgewertet werden kann. Die Studierenden verbinden Netzwerktechnik mit praktischer Analyse von Netzwerkdaten.
Wofür braucht man es? Viele digitale Spuren entstehen in der Kommunikation zwischen Systemen. Die Kompetenzen helfen, verdächtigen Netzwerkverkehr, Angriffswege und Kommunikationsbeziehungen technisch fundiert zu verstehen.
Wieso ist es interessant? Netzwerke machen digitale Handlungen sichtbar, oft in Form einzelner Pakete, Protokolle und Verbindungen. Der Lernpfad zeigt, wie daraus ein nachvollziehbares Bild eines Sicherheits- oder Forensikfalls entsteht.

Lernpfad Kriminalistik

Der Lernpfad Kriminalistik befähigt die Studierenden, digitale Spuren und technische Befunde in kriminalistische, rechtliche und gesellschaftliche Zusammenhänge einzuordnen. Dabei entwickeln sie Kompetenzen im Verstehen von Ermittlungsprozessen, Täterkommunikation, Geschäftsmodellen im Internet und rechtlichen Grundlagen der Cyberkriminalistik.

Zusammenfassung der Lernziele / Kompetenzen

  • WAS: Die Studierenden können kriminalistische Grundlagen, rechtliche Rahmenbedingungen, digitale Tatorte, Täterkommunikation und internetbasierte Geschäftsmodelle beschreiben, analysieren und auf Fragestellungen der Digitalen Forensik beziehen.

  • WOMIT: Die Studierenden erreichen dieses Lernergebnis, indem sie im Lernpfad

    • rechtliche Grundlagen der Cyberkriminalistik und typische Prozessabläufe erarbeiten,
    • kriminalistische Denk- und Vorgehensweisen auf digitale Sachverhalte übertragen,
    • digitale Tatorte, Kommunikationsspuren und Täterkommunikation analysieren,
    • internetbasierte Geschäftsmodelle und deren sicherheits- bzw. kriminalitätsrelevante Aspekte untersuchen,
    • Befunde adressatengerecht dokumentieren, begründen und kommunizieren.
  • WOZU: Damit sie technische Spuren nicht isoliert betrachten, sondern in Ermittlungs-, Beweis- und Handlungskontexte einordnen können. Der Lernpfad schafft die Verbindung zwischen technischer Forensik, rechtlicher Bewertung und kriminalistischer Fallarbeit.

Kurzporträt Lernpfad Kriminalistik
Worum geht es? Der Lernpfad Kriminalistik verbindet digitale Technik mit Ermittlungslogik, Recht und Fallverständnis. Die Studierenden lernen, digitale Spuren als Teil eines Tatgeschehens, einer Kommunikationssituation oder eines rechtlich relevanten Prozesses zu betrachten.
Wofür braucht man es? Forensische Ergebnisse müssen in Ermittlungen belastbar, verständlich und rechtlich verwertbar sein. Die Kompetenzen helfen, technische Analyseergebnisse sinnvoll einzuordnen und für unterschiedliche Adressaten aufzubereiten.
Wieso ist es interessant? Digitale Forensik endet nicht beim technischen Fund. Der Lernpfad zeigt, wie technische Hinweise zu kriminalistischen Erkenntnissen werden und welche Rolle Kommunikation, Recht und digitale Geschäftsmodelle dabei spielen.

Lernpfad Forensik

Der Lernpfad Forensik befähigt die Studierenden, digitale Beweise methodisch zu sichern, mit geeigneten Werkzeugen zu untersuchen und Analyseergebnisse nachvollziehbar zu dokumentieren. Dabei entwickeln sie Kompetenzen im forensischen Prozess, in der Werkzeugauswahl, in der Datenbankanalyse und in projektförmiger Fallbearbeitung.

Zusammenfassung der Lernziele / Kompetenzen

  • WAS: Die Studierenden können grundlegende Konzepte der Digitalen Forensik erklären, forensische Methoden und Werkzeuge anwenden, Datenbanken forensisch untersuchen und komplexere forensische Aufgaben in Projekten bearbeiten.

  • WOMIT: Die Studierenden erreichen dieses Lernergebnis, indem sie im Lernpfad

    • Prozesse, Grundbegriffe und typische Aufgaben der Digitalen Forensik erarbeiten,
    • Methoden zur Sicherung, Analyse, Dokumentation und Präsentation digitaler Spuren anwenden,
    • forensische Werkzeuge auswählen, einsetzen und deren Ergebnisse kritisch bewerten,
    • Datenbanksysteme hinsichtlich relevanter Artefakte und Spuren untersuchen,
    • im Forensikprojekt eine zusammenhängende Aufgabenstellung planen, durchführen und präsentieren.
  • WOZU: Damit sie digitale Spuren fachgerecht, reproduzierbar und nachvollziehbar bearbeiten können. Der Lernpfad bildet den Kern der forensischen Handlungskompetenz im Studiengang und verbindet technische Analyse mit methodischem Vorgehen und Ergebnisdarstellung.

Kurzporträt Lernpfad Forensik
Worum geht es? Der Lernpfad Forensik behandelt den Weg von der Einführung in digitale Forensik über Methoden und Werkzeuge bis zur forensischen Untersuchung konkreter Datenquellen und Projektaufgaben. Im Mittelpunkt steht das kontrollierte Arbeiten mit digitalen Beweisen.
Wofür braucht man es? Die Kompetenzen werden benötigt, um digitale Spuren nicht nur zu finden, sondern korrekt zu sichern, auszuwerten, zu dokumentieren und zu präsentieren. Sie sind zentral für forensische Praxis, Ermittlungsunterstützung und sicherheitsbezogene Analyseaufgaben.
Wieso ist es interessant? Digitale Forensik macht verborgene technische Spuren sichtbar und interpretierbar. Der Lernpfad zeigt, wie aus Daten belastbare Hinweise entstehen und wie diese in nachvollziehbare Ergebnisse überführt werden.

Projekte

Die Projektmodule befähigen die Studierenden, fachliche Inhalte der Digitalen Forensik in offenen, praxisnahen und teamorientierten Aufgabenstellungen anzuwenden. Dabei entwickeln sie Kompetenzen in Projektplanung, Selbstorganisation, Recherche, Teamarbeit, Dokumentation, Präsentation und kreativer Problemlösung.

Zusammenfassung der Lernziele / Kompetenzen

  • WAS: Die Studierenden können forensische, sicherheitsbezogene und informatische Projektaufgaben strukturieren, im Team bearbeiten, fachliche Lösungen entwickeln und Ergebnisse nachvollziehbar dokumentieren und präsentieren.

  • WOMIT: Die Studierenden erreichen dieses Lernergebnis, indem sie im Modulbereich

    • einfache forensische Aufgabenstellungen in frühen Projektformaten bearbeiten,
    • bedarfsorientierte Mikroprojekte planen, durchführen und reflektieren,
    • fachliche Inhalte selbstständig recherchieren und mit vorhandenen Kompetenzen verknüpfen,
    • im Forensikprojekt komplexere Untersuchungs- oder Entwicklungsaufgaben bearbeiten,
    • im Hackathon kreative Lösungsansätze unter begrenzten Rahmenbedingungen entwickeln und präsentieren.
  • WOZU: Damit sie die im Studium aufgebauten Kompetenzen in realitätsnahen Arbeitsformen anwenden und auf offene Problemstellungen übertragen können. Die Projektmodule stärken insbesondere Selbstständigkeit, Teamarbeit, Kommunikation und transferfähige Handlungskompetenz.

Kurzporträt Projekte
Worum geht es? Die Projektmodule bringen Studierende früh und wiederholt in anwendungsnahe Arbeitssituationen. Sie bearbeiten forensische, sicherheitsbezogene oder informatische Aufgaben im Team, dokumentieren ihr Vorgehen und präsentieren Ergebnisse.
Wofür braucht man es? Digitale Forensik ist häufig projektförmig, interdisziplinär und zeitkritisch. Die Kompetenzen helfen, Aufgaben zu planen, Rollen zu klären, Wissen selbstständig aufzubauen und Ergebnisse überzeugend zu vertreten.
Wieso ist es interessant? In Projekten wird sichtbar, wie Wissen aus einzelnen Modulen zusammenwirkt. Die Studierenden erleben, wie aus Recherche, Analyse, Umsetzung, Dokumentation und Präsentation eine tragfähige Lösung entsteht.

Wahlpflichtmodule

Der Modulbereich Wahlmodule ermöglicht den Studierenden eine individuelle fachliche Vertiefung innerhalb der Digitalen Forensik und angrenzender Sicherheitsfelder. Die Module erweitern das Pflichtcurriculum um spezialisierte Themen wie Malware-Analyse, Speichermedienforensik, Embedded Systems, Werkzeugentwicklung, Künstliche Intelligenz, Eingriffsrecht und IoT-Security.

Zusammenfassung der Lernziele / Kompetenzen

  • WAS: Die Studierenden können ausgewählte Spezialgebiete der Digitalen Forensik und IT-Sicherheit vertieft analysieren, geeignete Methoden und Werkzeuge anwenden und fachliche Ergebnisse für anspruchsvollere Untersuchungs- oder Sicherheitskontexte aufbereiten.

  • WOMIT: Die Studierenden erreichen dieses Lernergebnis, indem sie im Modulbereich je nach Wahl

    • Malware statisch und dynamisch analysieren,
    • Speichermedien und Dateisysteme forensisch untersuchen,
    • eingebettete Systeme und IoT-Umgebungen sichern und analysieren,
    • eigene Werkzeuge zur Auswertung digitaler Spuren entwickeln,
    • KI-Verfahren auf forensische Fragestellungen anwenden und kritisch reflektieren,
    • besondere Rechtsfragen des Eingriffsrechts und IoT-Sicherheitsfragen bearbeiten.
  • WOZU: Damit sie ein individuelles Kompetenzprofil aufbauen und sich gezielt auf spezialisierte Aufgabenfelder der Digitalen Forensik, Cyberabwehr, Sicherheitsanalyse oder Ermittlungsunterstützung vorbereiten können. Der Modulbereich eröffnet fachliche Vertiefung über das Pflichtcurriculum hinaus.

Kurzporträt Wahlpflichtmodule
Worum geht es? Die Wahlmodule bieten vertiefende und spezialisierende Themen der Digitalen Forensik und IT-Sicherheit. Die Studierenden können eigene Schwerpunkte setzen und sich mit aktuellen oder besonders anwendungsnahen Fragestellungen beschäftigen.
Wofür braucht man es? Die Kompetenzen unterstützen die individuelle Profilbildung und bereiten auf spezialisierte Tätigkeiten vor, etwa in Malware-Analyse, Speichermedienforensik, IoT-Security, Werkzeugentwicklung oder rechtlich geprägten Ermittlungsfragen.
Wieso ist es interessant? Der Wahlbereich zeigt die Breite der Digitalen Forensik. Er ermöglicht es, eigene Interessen zu vertiefen und aktuelle technische, rechtliche oder methodische Entwicklungen in das Studium einzubeziehen.

Praxisphase und Bachelorarbeit

Der Modulbereich Praxisphase und Bachelorarbeit befähigt die Studierenden, die im Studium erworbenen Kompetenzen in berufspraktischen und wissenschaftlich-anwendungsorientierten Kontexten eigenständig einzusetzen. Dabei entwickeln sie ihre Fähigkeit weiter, komplexe Aufgaben zu planen, durchzuführen, zu dokumentieren, zu reflektieren und fachlich zu verteidigen.

Zusammenfassung der Lernziele / Kompetenzen

  • WAS: Die Studierenden können forensische, sicherheitsbezogene oder informatische Aufgabenstellungen in der Praxis bearbeiten und eine eigenständige wissenschaftlich orientierte Abschlussarbeit planen, umsetzen, dokumentieren, präsentieren und im Fachgespräch begründen.

  • WOMIT: Die Studierenden erreichen dieses Lernergebnis, indem sie im Modulbereich

    • in Dienststellen, Unternehmen oder Organisationen an konkreten Aufgaben aus Cyber Security und Digitaler Forensik mitarbeiten,
    • berufliche Arbeitsabläufe, Kommunikation und organisatorische Zusammenhänge reflektieren,
    • eine praxisorientierte Aufgabenstellung selbstständig nach wissenschaftlichen und anwendungsorientierten Methoden bearbeiten,
    • Ergebnisse schriftlich dokumentieren und mündlich präsentieren,
    • Vorgehen, Lösungsansätze und Ergebnisse im Kolloquium fachlich begründen und diskutieren.
  • WOZU: Damit sie den Übergang vom Studium in berufliche oder weiterführende wissenschaftliche Tätigkeiten fundiert gestalten können. Der Modulbereich führt Fachkompetenz, Selbstorganisation, wissenschaftliches Arbeiten, Praxisbezug und Kommunikation auf Abschlussniveau zusammen.

Kurzporträt Praxisphase und Bachelorarbeit
Worum geht es? In Praxisphase und Bachelorarbeit wenden die Studierenden ihre Kompetenzen in realen oder realitätsnahen Aufgabenstellungen an. Sie arbeiten in beruflichen Kontexten mit, bearbeiten eine eigenständige Abschlussaufgabe und stellen ihre Ergebnisse nachvollziehbar dar.
Wofür braucht man es? Diese Module zeigen, dass Studierende fachliche, methodische und kommunikative Kompetenzen eigenständig einsetzen können. Sie bereiten auf berufliche Aufgaben in Digitaler Forensik, Cyber Security und angrenzenden IT-Feldern vor.
Wieso ist es interessant? Der Bereich verbindet Studium und Praxis unmittelbar. Die Studierenden bearbeiten konkrete Fragestellungen, erleben berufliche Anforderungen und zeigen mit der Bachelorarbeit, dass sie ein Thema selbstständig wissenschaftlich und anwendungsbezogen durchdringen können.