BDF512: Forensik von Speichermedien

Wahlpflichtmodule

BDF512: Forensik von Speichermedien

Kurzporträt BDF512: Forensik von Speichermedien
Worum geht es? Dieses Modul behandelt Forensik von Speichermedien im Kontext der Digitalen Forensik. Im Mittelpunkt stehen insbesondere grundlegende Konzepte von Dateisystemen; Relevanz von Dateisystemen für verschiedene Klassen von Speichermedien (Festplatten, Speicherkarten/-sticks, Heimassistenten, Armbänder, Uhren); Aufbau und Architektur ausgewählter Dateisysteme (zum Beispiel NTFS, ext4, APFS, ZFS).
Wofür braucht man es? Speichermedienforensik ist wichtig, um Dateisysteme, gelöschte Daten und speicherbezogene Artefakte systematisch zu untersuchen und nachvollziehbar zu dokumentieren.
Wieso ist es interessant? Das Modul verbindet fachliche Grundlagen mit anwendungsnahen Fragestellungen und zeigt, wie die behandelten Konzepte in realen digitalen Untersuchungs- und Sicherheitskontexten wirksam werden.
Modulverantwortung

Prof. Dr. Peter Davids

Lehrperson(en)
  • Prof. Dr. Peter Davids
  • Dr. Bastian Feldkeller
Verwendbarkeit

Bachelor Digitale Forensik

Fächergruppe

Informatik

Modultyp
Wahlpflicht
Sprache

Deutsch

Angebot

Wintersemester

Dauer

1 Semester

Credits

5 ECTS

Benotung

Deutsche Notenskala 1-5

SWS

2 V | 2 Ü | - P | - S

Workload
Präsenzstudium: 45 Std. Selbststudium: 90 Std.
Engl. Titel

Storage Media Forensics

Empfohlene Voraussetzungen
  • BDF104: Einführung in die Digitale Forensik: forensisch saubere Beweissicherung und Dokumentation.
  • BDF204: Forensische Methoden und Werkzeuge: Akquise und Auswertung von Datenträgern.
  • BDF301: Betriebssysteme: Technik: Dateisysteme, Datenträgerverschlüsselung, Backup/Recovery und Betriebssystemartefakte.
  • BDF401: Betriebssysteme: Forensik: Extraktion und Analyse betriebssystembezogener digitaler Spuren.
Lernergebnisse / Kompetenzen
WAS

Die Studierenden können Dateisysteme und Speichermedien forensisch untersuchen, relevante Daten extrahieren und Analyseergebnisse dokumentieren.

WOMIT

Die Studierenden erreichen dieses Lernergebnis, indem sie insbesondere folgende im PDF genannten Kompetenzen aufbauen:

  • mittels fundierter Kenntnisse zu aktuellen Dateisystemen Quellen für forensische Analyse relevante Daten in diesen Dateisystemen zu finden
  • für forensische Analyse relevante Daten zu extrahieren
  • tiefgreifende forensische Untersuchungen auf Speichermedien durchzuführen, zu dokumentieren und zu interpretieren
WOZU

Damit sie in späteren Modulen, Projekten und beruflichen Aufgaben der Digitalen Forensik fachliche Entscheidungen begründet treffen, digitale Sachverhalte systematisch untersuchen und Ergebnisse nachvollziehbar kommunizieren können.

Inhalte
  • grundlegende Konzepte von Dateisystemen
  • Relevanz von Dateisystemen für verschiedene Klassen von Speichermedien (Festplatten, Speicherkarten/-sticks, Heimassistenten, Armbänder, Uhren)
  • Aufbau und Architektur ausgewählter Dateisysteme (zum Beispiel NTFS, ext4, APFS, ZFS)
  • Ablageorte forensisch relevanter Information und deren Extraktion und Sicherung
Prüfungsvorleistung

Keine

Prüfungsleistung

Klausur, 90 Minuten

Literatur
  • Brian Carrier: File System Forensic Analysis, Addison-Wesley, Boston, 2005
  • Bruce Nikkel: Practical Linux Forensics: A Guide for Digital Investigators, No Starch Press, San Francisco, 2021
  • Eoghan Casey: Digital Evidence and Computer Crime, Academic Press, Waltham, 2011
  • Joachim Metz: libyal Documentation and File Format Notes, libyal project, 2024, https://github.com/libyal