BDF305: Datenbanken-Forensik

Lernpfad Forensik

BDF305: Datenbanken-Forensik

Kurzporträt BDF305: Datenbanken-Forensik
Worum geht es? Dieses Modul behandelt Datenbanken-Forensik im Kontext der Digitalen Forensik. Im Mittelpunkt stehen insbesondere Grundlegende Strukturen von Datenbanksystemen; konzeptionelle und logischen Datenmodellierung; SQL-API.
Wofür braucht man es? Datenbankforensik unterstützt Untersuchungen, bei denen strukturierte Daten, Transaktionen, Zugriffsspuren oder Datenbankarchitekturen als Beweis- und Erkenntnisquellen dienen.
Wieso ist es interessant? Das Modul verbindet fachliche Grundlagen mit anwendungsnahen Fragestellungen und zeigt, wie die behandelten Konzepte in realen digitalen Untersuchungs- und Sicherheitskontexten wirksam werden.
Modulverantwortung

Prof. Dr. Nils Kopal

Lehrperson(en)
  • Prof. Dr. Nils Kopal
  • Prof. Dr. Thorsten Weber
Verwendbarkeit

Bachelor Digitale Forensik

Fächergruppe

Informatik

Modultyp
Pflicht
Sprache

Deutsch

Angebot

Wintersemester

Dauer

1 Semester

Credits

5 ECTS

Benotung

Deutsche Notenskala 1-5

SWS

2 V | 2 Ü | - P | - S

Workload
Präsenzstudium: 45 Std. Selbststudium: 90 Std.
Engl. Titel

Database Forensics

Empfohlene Voraussetzungen
  • BDF101: Informatik-Grundlagen der Forensik: Datenmodellierung, Abstraktion und informatische Grundbegriffe.
  • BDF103: Programmierung: grundlegende Programmierkonzepte für SQL-Abfragen und datenbezogene Analyseaufgaben.
  • BDF204: Forensische Methoden und Werkzeuge: forensische Auswertung, Dokumentation und Bewertung digitaler Spuren.
Lernergebnisse / Kompetenzen
WAS

Die Studierenden können Datenbanksysteme hinsichtlich forensisch relevanter Informationen analysieren und Datenbankspuren sichern, auswerten und dokumentieren.

WOMIT

Die Studierenden erreichen dieses Lernergebnis, indem sie insbesondere folgende im PDF genannten Kompetenzen aufbauen:

  • anhand eines einheitliches Begriffsgebäudes die Datenbankthematik erklären
  • Unterschiede zwischen relationalen und NoSQL Datenbank-Managementsystemen (DBMS) zu verstehen und abzugrenzen
  • einschlägige Methoden der Datenmodellierung, wie z. B. das Entity-Relationship-Modell (ER), anzuwenden
  • ein Datenbankschema aus dem ER-Modell in das Relationenmodell zu transformieren
  • komplexere Datenbankabfragen, Datendefinitionen und Datenänderungen über SQL zu programmieren
  • den Transaktionsbegriff, Mehrbenutzersynchronisation und Verfahren zur Sicherung der Datenintegrität zu erläutern, zu vergleichen und im Hinblick auf forensische Analysen zu beurteilen
  • Sicherheitsaspekte wie Zugriffskontrollen und Multilevel-Datenbanken zu verstehen und anzuwenden
  • NoSQL Datenbanksysteme zu verstehen und zu implementieren
WOZU

Damit sie in späteren Modulen, Projekten und beruflichen Aufgaben der Digitalen Forensik fachliche Entscheidungen begründet treffen, digitale Sachverhalte systematisch untersuchen und Ergebnisse nachvollziehbar kommunizieren können.

Inhalte
  • Grundlegende Strukturen von Datenbanksystemen
  • konzeptionelle und logischen Datenmodellierung
  • SQL-API
  • NoSQL-API
  • Transaktionsmanagement
  • DB-Architekturen im Kontext der IT-Sicherheit
  • forensische Analysen von Datenbanken
Prüfungsvorleistung

Keine

Prüfungsleistung

Klausur, 90 Minuten

Literatur
  • Kevin Kline, Regina Obe und Leo Hsu: SQL in a Nutshell, O’Reilly Media, Sebastopol, 2022
  • Ramez Elmasri und Shamkant B. Navathe: Fundamentals of Database Systems, Pearson, Harlow, 2016
  • Paul M. Wright: SQL Server Forensic Analysis, Rampant TechPress, Kittrell, 2007
  • David Litchfield: The Oracle Hacker’s Handbook, Wiley, Indianapolis, 2007